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Doppelte Automatisierungs-E-Mails beim Systemwechsel vermeiden

4 Min. Lesezeit

Bei einem Systemwechsel können Kunden noch in einer alten Automatisierung warten, während bereits eine neue startet. Ohne abgestimmte Übergabe erhalten sie möglicherweise dieselbe Nachricht zweimal oder verpassen einen wichtigen Schritt. Entscheidend ist, den Status bestehender Teilnehmer zu verstehen und für jeden Übergang festzulegen, was als Nächstes geschehen soll.

Aktive und wartende Kunden erfassen

Erfassen Sie die Kundenreisen, die ersetzt werden sollen, und klären Sie, wie das bisherige System pausierte, angehaltene oder vorgemerkte Schritte behandelt. Notieren Sie, welche Kunden oder Gruppen nach dem Wechsel noch eine Nachricht erhalten könnten. Schützen Sie exportierte Daten dabei durch geeignete Zugriffsrechte.

Legen Sie fest, wie die Ersatzlösung in Sendvio funktionieren soll. Sollen bestehende Teilnehmer die alte Abfolge beenden oder in die neue wechseln? Gehen Sie nicht davon aus, dass importierte Kunden automatisch erneut jede Begrüßungs- oder Kaufabfolge durchlaufen sollten.

Eine Regel für bereits wartende Kunden festlegen

Für bestehende Teilnehmer gibt es meist zwei sinnvolle Ansätze: Sie lassen sie die alte Kundenreise beenden und schicken nur neue qualifizierende Ereignisse durch die Ersatzlösung. Oder Sie überführen eine klar definierte Gruppe in einem kontrollierten Schritt. Was passt, hängt davon ab, welche Status die Systeme abbilden können und welche Daten verfügbar sind. Ein beliebiger Wartezustand lässt sich nicht zwangsläufig direkt übertragen.

Bei einer Warenkorberinnerung könnte ein Kunde bereits die erste Nachricht erhalten haben und auf die zweite warten. Beginnt die neue Kundenreise wieder mit dem ersten Schritt, wiederholt sie womöglich die Einleitung oder versendet ein veraltetes Angebot. Halten Sie den vorgesehenen nächsten Schritt für diesen Kunden fest, statt jeden vorhandenen Datensatz wie einen Neueintritt zu behandeln.

Prüfen Sie, was die einzelnen Steuerungen in Ihrer konkreten Einrichtung tatsächlich bewirken. Neue Eintritte zu verhindern, lässt vorgemerkte Nachrichten möglicherweise aktiv. Eine Pause kann Wartezeiten erhalten; beim Stoppen gelten eventuell andere Regeln. Stimmen Sie das Verhalten mit dem zuständigen Team ab und dokumentieren Sie es, bevor Sie die Liveübergabe starten.

Einen eindeutigen Übergabezeitpunkt bestimmen

Legen Sie einen Umstellungszeitpunkt fest und bestimmen Sie eine Person, die die Aktivierung koordiniert. Prüfen Sie die bisherigen Eintrittsbedingungen und vorgemerkten Nachrichten. Aktivieren Sie den vorgesehenen neuen Ablauf erst, wenn mögliche Überschneidungen geklärt sind. Der Plan sollte so konkret sein, dass ihn auch ein anderes Teammitglied umsetzen kann.

Erhalten Sie Abmeldungen und ungültige Status während der Übergabe. Ein Systemwechsel darf die Kommunikationsentscheidungen von Kunden nicht zurücksetzen. Prüfen Sie außerdem, ob eine zeitnah geplante Kampagne derselben Zielgruppe eine zusätzliche Nachricht schicken könnte.

Den Zeitplan mit einer verantwortlichen Person abstimmen

Schließen Sie vor dem vereinbarten Zeitpunkt Daten- und Inhaltsprüfungen ab, erfassen Sie wartende Gruppen und klären Sie, in welchem Zustand der alte Ablauf sein soll. Zum Übergabezeitpunkt koordiniert eine verantwortliche Person die erforderlichen Änderungen und hält fest, was aktiviert oder angehalten wurde. Prüfen Sie danach neue Ereignisse getrennt von bereits wartenden Teilnehmern.

Berücksichtigen Sie Ereignisse unmittelbar vor und nach der Umstellung. Ein Abonnent, der kurz davor hinzukommt, und einer, der sich kurz danach anmeldet, sollten jeweils genau einen vorgesehenen Begrüßungsweg haben. Ein Kauf während einer Erinnerungswartezeit sollte die entsprechenden Verkaufsnachrichten weiterhin stoppen. Testen Sie zunächst kontrollierte Fälle und behandeln Sie echte Kundendaten mit der gebotenen Sorgfalt.

Die ersten tatsächlichen Kundenwege beobachten

Testen Sie kontrollierte Fälle für eine neue Anmeldung, einen kürzlichen Kauf und einen Kunden, der auf eine Warenkorberinnerung wartet. Prüfen Sie, ob jede Person die vorgesehene Anzahl an Nachrichten erhält und ob Kauf- oder Abmeldebedingungen spätere Schritte weiterhin beenden.

Prüfen Sie nach der Übergabe die erste Gruppe auf doppelte oder fehlende Nachrichten, bevor Sie weitere Kundenreisen umstellen. Bewahren Sie die Übergabenotizen zusammen mit den Automatisierungen auf. Ein sauberer Wechsel hängt weniger von einer ruhigen Tageszeit ab als davon, zu wissen, zu welcher Abfolge jeder Kunde gehört.

Vergleichen Sie für die erste Gruppe erwartete und tatsächlich versendete Nachrichten. Achten Sie sowohl auf Duplikate als auch auf Auslassungen: Zwei Begrüßungs-E-Mails zu verhindern, indem versehentlich gar keine versendet werden, ist kein Erfolg. Prüfen Sie nach Möglichkeit Nachrichtenkennungen, Zeitstempel und die zugehörige Kundenreise, statt sich nur auf die tägliche Gesamtzahl zu verlassen.

Bewahren Sie die Übergabedokumentation auf, bis die relevanten alten Wartezeiten und Sonderfälle geklärt sind. Falls ein Rollback nötig wird, können Sie damit nachvollziehen, wer noch eine Nachricht benötigt und wer sie bereits erhalten hat. Ein erfolgreicher Wechsel erhält den Status jedes Kunden über den Stichtag hinweg. Eine passende Uhrzeit hilft bei der Koordination, ersetzt aber nicht die Klarheit darüber, was als Nächstes geschehen soll.

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