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Preise, Daten und Maße in E-Mails verständlich lokalisieren

4 Min. Lesezeit

Bei der Lokalisierung einer E-Mail müssen auch die Angaben stimmen, anhand derer Kunden Entscheidungen treffen. Ein Währungssymbol kann mehrdeutig sein, ein numerisches Datum anders gelesen werden oder eine Maßeinheit unbekannt wirken. Stimmen Sie in mehrsprachigen Shopify-Kampagnen Preise, Einheiten, Fristen und Zielseiten aufeinander ab. Ein flüssig formulierter Satz korrigiert kein Angebot, das praktische Fehlinformationen enthält.

Marktabhängige Angaben ermitteln

Bestätigen Sie Währung, verfügbare Produkte, Versandbedingungen und berechtigte Regionen. Rechnen Sie einen Preis nicht überschlägig um und stellen Sie ihn als Kassenpreis dar, sofern der Shop diesen Betrag nicht tatsächlich berechnet. Die Zielseite muss zur Nachricht passen.

Halten Sie Maße und Einheiten im Briefing fest. Werden sie umgerechnet, verwenden Sie eine passende Genauigkeit und lassen Sie das Ergebnis prüfen. Bei einer dekorativen Abmessung ist Rundung etwas anderes als bei einem Maß, das für die Passform entscheidend ist.

Preise dem tatsächlichen Markt zuordnen

Unterscheidet sich der Produktpreis je nach Markt, verwenden Sie den für die Zielregion freigegebenen Preis. Eine während des Schreibens berechnete Währungsumrechnung kann von Preisgestaltung, Steuerbehandlung oder Rundung des Shops abweichen. Selbst eine mathematisch korrekte Umrechnung kann deshalb der falsche Werbepreis sein.

Auch ein Währungssymbol kann für verschiedene Zielgruppen mehrdeutig sein. Nennen Sie bei Bedarf die Währung ausdrücklich, statt anzunehmen, alle Leser verstünden dasselbe Symbol gleich. Prüfen Sie, ob der beworbene Betrag die Kosten enthält, die Kunden in diesem Markt erwarten würden, und machen Sie relevante Ausschlüsse im freigegebenen Angebotstext sichtbar.

Bewahren Sie bei Maßeinheiten die ursprüngliche Spezifikation und den lokalisierten Wert gemeinsam im Prüfdokument auf. Für das ungefähre Volumen eines Aufbewahrungsbehälters gelten andere Toleranzen als für die genaue Passform eines Ersatzteils. Erfinden Sie keine scheinbare Genauigkeit und runden Sie keine Kompatibilitätsanforderung weg, nur damit eine Zahl übersichtlicher aussieht.

Mehrdeutige Datumsangaben vermeiden

Wählen Sie ein Format, das die Zielgruppe sicher lesen kann. Ein numerisches Datum wie 03/04 lässt sich auf zwei Arten verstehen. Wenn ein Angebot an einem bestimmten Tag endet, kann es klarer sein, den Monatsnamen auszuschreiben.

Nennen Sie bei Fristen die relevante Zeitzone. Prüfen Sie in den Sendvio-Sprachversionen Betreff, Nachrichtentext, SMS und Rabattbedingungen zusammen. Ein übersetzter Countdown oder Ablaufhinweis muss sich in allen Versionen auf dasselbe tatsächliche Ereignis beziehen.

Zahlen in einem eigenen Prüfdurchgang kontrollieren

Lesen Sie in der endgültigen Nachricht zunächst nur die Zahlen: Preis, Prozentsatz, Menge, Mindestbestellwert, Maße, Datum und Uhrzeit. Vergleichen Sie jede Angabe mit Kampagnenbriefing und Zielseite. So fallen kopierte Preise oder vertauschte Daten auf, die sich zwischen sonst flüssigen Sätzen leicht verbergen.

Eine Kampagne kann beispielsweise zu einem bestimmten Zeitpunkt enden, während das Kalenderdatum dafür je nach Region unterschiedlich ausfällt. Den Monatsnamen zu übersetzen reicht nicht, wenn die angezeigte Uhrzeit nun eine andere Frist bezeichnet. Verwenden Sie die geprüfte Ortszeit oder nennen Sie die Bezugszeitzone deutlich – passend zur Zielgruppe und zum tatsächlichen Angebot des Shops.

Prüfen Sie Dezimal- und Tausendertrennzeichen auch in der endgültigen Darstellung. Achten Sie auf Zeilenumbrüche zwischen Preis und Währung sowie Maß und Einheit, damit erkennbar bleibt, was zusammengehört. Trennt ein schmales Layout einen wichtigen Wert unglücklich, passen Sie die betreffende Komponente an, statt die Schriftgröße der gesamten E-Mail zu verringern.

Den gesamten Kundenweg testen

Öffnen Sie den Kampagnenlink so, wie es ein Empfänger tun würde, und prüfen Sie Produktpreis, Versand, Sprache und Berechtigung an der Kasse. Verkauft der Shop in mehreren Märkten, stellen Sie sicher, dass der Link Kunden nicht unerwartet in einen anderen Markt wechselt.

Bitten Sie die prüfenden Personen, Zahlen getrennt vom Fließtext zu kontrollieren. Flüssig formulierte Texte lassen Leser häufig über einen falschen Dezimalwert oder eine falsche Einheit hinweglesen. Eine kurze Faktenliste entdeckt Fehler, die beim allgemeinen Korrekturlesen leicht übersehen werden, und stellt sicher, dass das Kampagnenversprechen auch nach dem Klick gilt.

Bewahren Sie die geprüften Marktdaten mit der Kampagne auf und notieren Sie, wann sie kontrolliert wurden. Preise, Liefergebiete und Lagerbestand können sich ändern, nachdem eine Übersetzung freigegeben wurde. Prüfen Sie die veränderlichen Angaben kurz vor dem Start erneut. Die Lokalisierung ist erst abgeschlossen, wenn Text, Zahlen und Kaufweg dasselbe tatsächliche Angebot beschreiben.