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E-Mail-Conversion-Rate: Erst die Kundenreise definieren

4 Min. Lesezeit

Eine E-Mail-Conversion-Rate ist nur aussagekräftig, wenn Sie die Handlung und die gemessene Gruppe angeben. Bestellungen geteilt durch zugestellte Empfänger beantworten eine andere Frage als Bestellungen geteilt durch klickende Besucher. Verknüpfen Sie für eine Shopify-Kampagne diese Schritte, bevor Sie versuchen, den Prozentwert zu verbessern. Sonst lässt sich die gemeldete Rate verändern, ohne das Kauferlebnis zu verbessern.

Eine aussagekräftige Handlung wählen

Bei einer Produktkampagne kann die Handlung ein qualifizierender Kauf sein. Für eine Bewertungsanfrage vielleicht eine abgeschlossene Bewertung. Bei einem Pflegeratgeber kann ein sinnvoller Besuch des Ratgebers das unmittelbare Ziel sein. Legen Sie vor der Auswertung fest, was zählt; nicht jede E-Mail sollte als sofortige Verkaufsförderung bewertet werden.

Wählen Sie sowohl Zähler als auch Bezugsgröße. Kommen nach den gewählten Berichtsregeln 20 eindeutige Käufer aus 2.000 zugestellten Empfängern, beträgt die Käuferquote 1 %. Gehören diese Käufer zu 200 eindeutigen Klickenden, beträgt die Käuferquote unter den Klickenden 10 %. Bestellungen statt eindeutiger Käufer zu zählen ergibt eine Bestellrate, die abweicht, wenn eine Person mehrere Bestellungen aufgibt.

Den Trichter mit tatsächlich verbundenen Gruppen abbilden

Ein beispielhafter Trichter kann 2.000 zugestellte Empfänger, 200 eindeutige Klickende und 20 qualifizierende Käufer enthalten. Das ergibt eine Klickrate von 10 % je zugestelltem Empfänger, eine Käuferquote von 10 % unter den Klickenden und eine Käuferquote von 1 % über die gesamte zugestellte Zielgruppe. Jede Zahl beschreibt eine andere Stufe desselben Beispiels.

Prüfen Sie vor Verwendung dieser Abfolge, ob die Zahlen dieselben Personen und denselben Zeitraum betreffen. Eine shopweite Bestellsumme ist nicht automatisch das Ergebnis der Kampagnenklickenden. Anonyme Besuche, mehrere Geräte, wiederholte Bestellungen und Berichtsregeln können den Zusammenhang erschweren. Kennzeichnen Sie Grenzen, statt nicht verbundene Dashboard-Prozentwerte so zu multiplizieren, als bildeten sie eine vollständige Kundenreise ab.

Legen Sie bei einer Automatisierung fest, ob die Bezugsgröße alle berechtigten Einstiege, Nachrichten eines bestimmten Schritts oder Personen auf der Zielseite umfasst. Bei einem späteren Schritt können weniger Empfänger verbleiben, weil erfolgreiche Käufer bereits ausgestiegen sind. Ohne Verständnis für diese Auswahl lässt sich die Rate nicht mit dem ersten Schritt vergleichen.

Messbedingungen einheitlich halten

Notieren Sie Zuordnungsfenster, Berechtigungsregeln und Beobachtungszeitraum, die Sendvio verwendet. Vergleichen Sie nach Möglichkeit Kampagnen mit ähnlichen Zwecken und Zielgruppen. Eine Promotion an Stammkunden ist kein direkter Kreativtest gegenüber einer an neue Abonnenten.

Berücksichtigen Sie Lagerbestand, Preis, Versand und Änderungen der Zielseite. Ein Conversion-Unterschied kann wenig mit dem E-Mail-Design zu tun haben, wenn Ziel oder Geschäftsbedingungen gleichzeitig geändert wurden.

Die Conversion passend zur Aufgabe der Nachricht wählen

Bei einer Bewertungsanfrage ist die Zahl abgeschlossener Bewertungen pro berechtigtem Empfänger aussagekräftiger als die Zahl der Produktseitenbesuche. Bei einem Einrichtungsratgeber können ein erfolgreicher Besuch oder ein angemessen gemessener hilfreicher Abschluss das unmittelbare Ziel sein; Supportfragen liefern zusätzlichen Kontext. Verwenden Sie Verkäufe als ergänzende Kennzahl, wenn sie nicht den Hauptzweck beschreiben.

Nennen Sie jede Einschränkung, etwa das Ausschließen stornierter Bestellungen aus einer Netto-Kaufkennzahl oder die Voraussetzung einer abgeschlossenen statt nur begonnenen Bewertung. Wenden Sie die Definition sowohl auf Ausgangswert als auch überarbeitete Kampagne gleich an. Eine geänderte Definition kann wie eine Verbesserung aussehen, selbst wenn sich das Kundenverhalten nicht verändert hat.

Die schwache Stufe verbessern

Klicken nur wenige, prüfen Sie Relevanz und Verständlichkeit der Nachricht. Klicken viele, schließen die Handlung aber nicht ab, untersuchen Sie Ziel und nötigen Aufwand. Ein Rabatt ist nicht die einzige mögliche Abhilfe.

Formulieren Sie den nächsten Test als klare Hypothese, etwa: „Eine verständlichere Größenberatung verringert das Zögern nach dem Klick.“ Halten Sie die Änderung eng genug, um etwas daraus zu lernen. Die Conversion-Rate wird nützlich, wenn sie auf ein konkretes Kundenproblem weist und nicht nur auf einer Leistungsfolie steht.

Übersetzen Sie die vermutete Schwäche in eine praktische Maßnahme. Fällt die Zahl nach einem Klick auf die Größenberatung, prüfen Sie, ob der Ratgeber die tatsächliche Passformfrage beantwortet und die Produktseite die gewählte Größe übernimmt. Erreichen Kunden den Ratgeber gar nicht, sind vielleicht Nachricht oder Handlung unklar.

Notieren Sie gewähltes Ereignis, Population, Zeitfenster und geschäftlichen Grund im Kampagnenbriefing. So bleibt der nächste Vergleich aussagekräftig und das Team wechselt nach Eintreffen des Ergebnisses nicht zu einer schmeichelhafteren Definition. Die Conversion-Rate hilft, wenn alle erklären können, was Kunden tatsächlich getan haben und wer die Gelegenheit dazu hatte.

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